Nacht der Kirchen Saar 2019:"Pfingsten wie in Jerusalem vor 2000 Jahren“


„Ich war begeistert von den vielen fröhlichen Menschen, vom Nachdenken über die Zukunft, von Kritik und Lob, von Ausgelassenheit und Spiritualität“, sagt Markus Karsch, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Saar-Ost. „Ich habe da gestern wirklich Pfingsten erleben können.“ Nach ersten Schätzungen haben wieder mehr als 15.000 Menschen die zahlreichen Angebote in den 50 Gotteshäusern bei der „11. Nacht der Kirchen“ im Saarland besucht.

„Für viele, die heute Abend in die Kirchen gekommen sind, ist die „Nacht der Kirchen“ eine Möglichkeit, Gotteshäuser einmal anders zu erleben, mit den Installationen, der Musik und den Impulsen, die dort angeboten werden“, sagt Hermann Zangerle, katholischer Pfarrer aus Lebach. Unter dem Motto „Gib dem Geist eine Chance!“ hatte sich seine Gemeinde in der Michaelskapelle auf dem Schulcampus an der „Nacht der Kirchen“ beteiligt.

„Das war wie Pfingsten in Jerusalem vor 2000 Jahren“, betont Karsch. „Auf Deutsch, Französisch, Englisch, Türkisch, Arabisch, Saarländisch, Schwäbisch. Mit Gospel- und Barockmusik, Rapp und Slam, mit Gottesdienst, Theater, Vortag, Diskussion und Comedy. Kinder, Jugendliche, Senioren, sogar ganze Familien machten mit! Kirchenmitglieder und Kirchenferne, Christinnen und Christen aller Konfessionen gemeinsam mit Menschen anderer Religionen.“

Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher waren begeistert. Dietmar Hecker aus Kleinbundenbach bei Zweibrücken war rund 60 Kilometer bis nach Lebach gefahren, um die Nacht der Kirchen hier mitzuerleben: „Es gibt viele schöne Kirchen, aber diese hier ist etwas Besonderes, speziell an diesem Abend. Man fährt immer mit vollen Taschen wieder heim!“

 
Zum ersten Mal war die „Nacht der Kirchen“ im Saarland mit einer Open-Air-Veranstaltung eröffnet worden. Dazu waren über 600 Menschen auf den Saarbrücker Ludwigsplatz gekommen. Sie erlebten eine lebendige Eröffnungsfeier, die musikalisch von der Messdiener-Band „Holytones“  aus St. Wendel-Winterbach mit eigenen Liedern und bekannten Popsongs gestaltet wurde.  Sie stand unter dem Motto: „Wovon wir träumen“. Die 79-jährige Hiltrud Rauner aus Saarbrücken, der 44-jährige Neunkircher Landrat Sören Meng  und die 21-jährige Pfadfinderin Annika Fürsattel aus Saarbrücken sprachen mit Moderator Marc Weyrich über ihre Lebensträume, ihre Vorstellungen über eine friedlichere Welt, den Klimaschutz und eine vielfältige Kirche, in der vielen Menschen ein Zuhause haben.

Anschließend verteilten Pfarrer Manfred Kostka, stellvertretender Dechant im Dekanat Saarbrücken, und Superintendent Karsch das Pfingstfeuer an die Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden, die sich an der „Nacht der Kirchen“ beteiligten. Die Repräsentanten der beiden großen Kirchen dankten allen, die mit viel Liebe und Engagement diese 11. Nacht der Kirchen vorbereitet und gestaltet haben, ganz besonders den Ehrenamtlichen in den Gemeinden. 

 

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Die offenen Kirchen im Überblick

Hier finden Sie die Programme der teilnehmenden Kirchen. Bitte beachten Sie, dass die Standorte nach Kommunalgemeinden geordnet sind. Fischbach finden Sie also beispielsweise bei Quierschied und Türkismühle bei Nohfelden.weiterlesen

Übersicht über alle offenen Kirchen: Karte

Das Grußwort zur "Nacht der Kirchen" 2019 von Ministerpräsident Tobias Hans

Am Abend des Pfingstsonntags ist es wieder soweit: Dann laden landesweit viele Kirchen interessierte und gläubige Menschen ein, Kirche und Gottesdienst einmal anders kennenzulernen. Die „Nacht der Kirchen“ hat sich im Laufe der Jahre zu einer erfolgreichen Initiative entwickelt. Immer mehr

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