Stiftskirche: Große Reden der Weltgeschichte


Haken am Kreuz - Texte der Anpassung und Texte des Widerstands - Kirche im Dritten Reich

1. Die Barmer theologische Erklärung
2. Die kirchlich-politische Lage an der Saar 1934
3. Große Reden der Weltgeschichte
-Clemens August von Galen, Bischof von Münster, 1941: Predigt gegen die Tötung von Geisteskranken durch das NS-Regime
-Dietrich Bonhoeffer, 1933: Die Kirche vor der Judenfrage
Die Texte werden vorgetragen von den Schauspielern am Staatstheater
Saarbrücken Hans-Georg Körbel und Matthias Girbig und der Schauspielerin und Regisseurin Katharina Bihler. Musik: Jörg Abbing


Die Stiftskirche St. Arnual, St. Arnualer Markt
Die heutige Stiftskirche steht auf altem Kulturboden. Schon im 2. und 3. Jahrhundert war hier ein profanes gallo-römisches Gebäude errichtet worden. Im frühen 7. Jahrhundert entstand eine erste kleine Kirche im Bereich des östlichen Teils des heutigen Mittelschiffs. Sie war der Mittelpunkt einer von dem Metzer Bischof Arnualdus gegründeten Klerikergemeinschaft, die sich im 9. Jahrhundert als Kollegialstift organisierte und erst 1569 säkularisiert wurde, der Vorgängerin des heutigen Evangelischen Stiftes St. Arnual.
Im Laufe des 14. Jahrhunderts sorgten die Stiftsherren für einen größeren Neubau im Stil der Gotik. Im Grundriss bildet das dreischiffige Haupthaus mit Querschiffen und Chor eine Kreuzform. Etwa ab 1575 wurde in der Stiftskirche evangelisch gepredigt. Seither dient sie der Evangelischen Kirchengemeinde St. Arnual als Gottesdienststätte. Mehrfach im Laufe der Jahrhunderte im Innenraum umgestaltet, erlebte die Kirche ihre letzte umfangreiche Sanierung und Restaurierung in den Jahren 1982 bis 1994. Seither erstrahlt sie mit ihrem Taufstein aus dem 15. Jahrhundert, dem als Abendmahlstisch gestalteten Altar, den kostbaren Antependien, der Kanzel, den von György Lehoczky in den Jahren 1953 bis 1957 geschaffenen Buntglasfenstern und der 1995 neu gebauten Kuhn- Orgel in neuem Glanz.
Auffallend sind die vielen Grabmäler und Skupturen im Kirchenraum. Sie stammen aus der Zeit, als die Stiftskirche Grablege der Saarbrücker Grafen war. Die Grabtumba im Chor erinnert an Elisabeth von Lothringen, Gräfin von Nassau-Saarbrücken, die nach dem Tod ihres Gemahls Philipp I. von 1429 bis 1442 die Regentschaft übernahm.

 




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