Schlosskirche: Fenster auf


Fenster auf“ - so der Leitsatz der Angebote der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz. Öffnen werden sich die Fenster oder Blicke den gesamten Abend über auf ausgewählte Ausstattungs- und Ausstellungsstücke, deren jeweils eigene Geschichte kurz beleuchtet wird. Musikdarbietungen durch Studierende der Hochschule für Musik Saar runden den informativen Teil ab und lassen ihn sinnlich nachklingen.

Die Schlosskirche am Schloßberg
Die im Jahr 1261 als Kapelle der Saarbrücker Burg zu Ehren des hl. Nikolaus gegründete Kapelle ist heute als Schlosskirche bekannt. Ihr Baukern stammt allerdings erst aus dem späten Mittelalter (nach 1476). Am 5.10.1944 erlitt die Kirche schwerste Zerstörungen. 1956-58 wurde sie wiederaufgebaut. Der in Solingen geborene Künstler Georg Meistermann entwarf für die 26 neuen Glasfenster den ersten abstrakten Glasmalereizyklus in einem Sakralbau. Von der originalen Bauausstattung haben sich die spätbarocken Grabmäler der nassau-saarbrückischen Herrscherfamilie sowie der Kanzelfuß von 1623 und Teile der ursprünglich auf den Gewölbediensten aufgestellten Apostel erhalten. Alle diese Stücke sind neben vielen anderen Exponaten des 13.-19. Jahrhunderts vor Ort zu sehen. Denn 2004 wurde die Kirche als Museum eingerichtet, das die sakralen Kunst- und Kulturdenkmäler der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz und anderer Leihgeber präsentiert. An interaktiven Vermittlungsstationen können Sie Informationen zur Kirchengeschichte, zu Liturgie oder abrufen.
Die Hochschule für Musik Saar bildet in der Kirche Studenten im Orgelspiel aus.

 

 

 




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