St. Antonius, Malstatt


„Geist-liche Worte" und „Sphären-Musik"
O Schatz, der siebenfältig ziert
Ab 20 Uhr: Worte und Töne umkreisen die Gaben des Heiligen Geistes und stellen sich in seinen Dienst. Frauen der Frauengemeinschaft St. Antonius laden mit Texten und Harfenmusik von Carlotte Nyborg (Kammermusikerin am Saarländischen Staatstheater), sowie mit Glocken-Klängen der Gruppe Campanula (lat. für Glockenblume) aus dem Landkreis Schwäbisch-Hall ein zum Hören und Schauen, dazu, ergriffen und weit zu werden. Campanula spielt Musik, wie sie der im vergangenen Jahr im saarländischen Selbach verstorbene Pädagoge und Glockenschmied Joachim Darmer entwickelt hat: Glockenspiele aus geschmiedeten Kupferstabglocken, Gongs, Flötentöne und vokalbetonter Gesang, in freier Improvisation zum Klingen gebracht, weben einen buntfarbigen Klangteppich. Im Wechsel mit der Harfe, dem Engelinstrument geben sie den Texten vom Wehen des Hl. Geist eine phantastische Untermalung.

St. Antonius (von Padua) ist eine von drei Kirchen der 2006 neu gegründeten Pfarrgemeinde St. Josef.
Franziskaner errichteten auf dem sog. Rastpfuhl 1929 diese Kirche samt einem Kloster. Als „Bettelorden" verzichtete man auf den Turm. Der Dachreiter mit Zwiebelhaube, die vorgebaute Arkade und eine achteckige Seiten-Kapelle geben ihr etwas Süddeutsches. Angenehme Proportionen und die warme Farbe des Holzes prägen auch innen den Eindruck der einschiffigen Hallenkirche. Der Blick geht auf ein großes Kreuz, auf eine Statue des Heiligen Antonius und auf eine Schutzmantel-Muttergottes. Der helle Stein des Taufbeckens, des Altars und des Ambos und des Bodens verstärken das angenehme Raumgefühl.
Die 11 Fenster zeigen Heiligengestalten. Links: Elisabeth, Franziskus, Ludwig, Klara, Bonaventura, die Gottesmutter, Duns Scotus. Rechts, wo der Ambo steht: Antonius bei der Fischpredigt, Antonius bei der Armenspeisung, Franziskus bei der Vogelpredigt und Antonius mit dem Jesuskind. Dazu passt das Wort aus dem Buch Ijob am Sockel des Vorlesepultes: „Zu mir hat sich ein Wort gestohlen, geflüstert hat es mein Ohr erreicht" (Ij 4,12).
Eine Darstellung des bekannten Maria-Hilf-Bildes befindet sich seit 1931 im Eingangsbereich. 1999 gaben die Franziskaner ihre Niederlassung und die Pfarrseelsorge in St. Antonius auf. Der Geist ihrer Gemeinschaft aber hat bleibende Spuren hinterlassen.

exte und Musik




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