St. Mauritius, Sotzweiler

Zum Schaumbergkreuz 1
66636 Tholey-Sotzweiler

Frieden wagen

19.00 Uhr Andacht zur Eröffnung
19.30 Uhr Friedensgebet der Messdiener (Musik und Meditation)
20.00 Uhr Gedanken zum Thema „Frieden wagen“
20.30 Uhr Gesang und Text (Regionalkantor Thomas Martin und Kaplan Christian Kossmann)
21.30 Uhr Hl. Messe zu Abschluss der Veranstaltung

Während des Abends:
– verschiedenen Stationen zum Thema Frieden
– Möglichkeit persönliche Bitten und Gedanken aufzuschreiben
– Möglichkeit zum besinnlichen Verweilen
– Begegnung und Verköstigung vor der Kirche


Im Jahr 2015 konnte die Pfarrkirche in Sotzweiler auf eine hundertjährige Geschichte zurückblicken. Der Grundstein zur Pfarrkirche wurde 1913 gelegt. Bereits zwei Jahre später wurde der Abschluss des Baues gefeiert, wobei sie jedoch erst nach und nach mit Heizung, Orgel und Kirchturmuhr ausgestattet wurde. Am 17. Juni 1926 wurde das Gotteshaus dann durch Weihbischof Antonius Mönch eingeweiht. Der Pfarrpatron ist der Heilige Mauritius. Die Kirche ist im neugotischen Stil erbaut und der Innenraum wurde nach dem zweiten vatikanischen Konzil komplett erneuert. Allein der wertvolle Hochaltar konnte erhalten werden. Seit der letzten Innensanierung im Jahr 2011, wobei auch die Orgel komplett restauriert wurde, lädt eine helle freundliche Kirche, ein Schmuckstück unserer Orte Sotzweiler und Bergweiler zur Begegnung mit Gott ein.

Die Basilika besitzt ein reich verziertes Tonnengewölbe im Mittelschiff und dem Querhaus. Der eingezogene Chor mit halbrundem Abschluss wurde golden ausgemalt. Die Orgel thront über einer geschwungenen Empore mit runder Ausbuchtung. Dem Langhaus zur Seite gestellt wurde ein 46 m hoher Turm über quadratischem Grundriss, der sich seitlich neben dem Hauptportal auf der Westseite des Gebäudes befindet. Das Hauptportal aus gelbem Sandstein auf der südlichen Giebelseite wurde aufwendig im Barockstil gestaltet. Die Fenster sind mit einer Sandsteinlaibung und einer aufwändigen Verdachung verziert.

Wie in der barocken Kirchenbaukunst üblich wurde auch in der Scheuerner Kirche das Licht zur Raumgestaltung und Inszenierung genutzt. Stichkappenfenster im Hauptgewölbe sowie große Rundbogenfenster an den Stirnseiten des Querschiffes, an den Seitenschiffen sowie über der Orgelempore lassen das natürliche Licht des Himmels eintreten und die Kirchenraum durchfluten.

Das Zentrum des Chores akzentuiert ein in Marmor gestalteter Hochaltar. Blickfang ist hier der rückwärtige, prunkvoll verzierte Altaraufbau mit einer Malerei, die die Kirchenpatronin in einer visionären Begegnung mit dem Jesuskind zeigt. Die Malerei stammt von einem Münchener Kunstmaler. Das Altarbild flankieren zu beiden Seiten zwischen Säulen stehend die Holzstatuen von Petrus und Paulus. Krönender Abschluss des Altaraufbaus ist die von Engeln begleitete Mutter Gottes. Über ihr schwebt eine Taube als Symbol für den Heiligen Geist.

Die beiden barocken Seitenaltäre stammen noch aus der Vorgängerkirche aus dem Jahr 1729. Blickfang der Kanzel ist der kunstvoll gestaltete Schalldeckel (auch Kanzelhaube genannt). Diese auch Kanzelhaube genannte Bedachung hatte die akustische Funktion, dass die Worte der Predigt im ganzen Kirchenraum zu vernehmen waren. Eine Figur des Heiligen Johannes des Täufers bekrönt die Haube. Unter der Kanzel wurde der Grundstein des Kirchenbaus verlegt. Die rechte Seitenwand der Kirche akzentuiert eine Pieta. Die überlebensgroße Figurengruppe soll an die Gefallenen und Vermissten des zweiten Weltkrieges erinnern. Thema der bunten Glasfenster der Kirche sind vor allem Heilige.

Text: Tourist-Info Tholey